über mich
Authentisch kochen, politisch verstehen: der Libanon auf dem Teller
Ich bin Silvana Sayegh, gebürtige Libanesin, Journalistin und Friedensforscherin. Ich lebe seit über 10 Jahren in Stuttgart.
Meine Leidenschaft fürs Kochen und Backen habe ich erst entdeckt, nachdem ich den Libanon verlassen hatte. In Deutschland und Japan begann ich aus Heimweh, die Rezepte meiner Mutter nachzukochen.
Am Anfang war das nicht leicht, da meine Mutter stets nach Bauchgefühl kocht. Doch durch die intensive Beschäftigung mit Zutaten und Zubereitungsarten habe ich die Gerichte weiterentwickelt und an die Möglichkeiten in Deutschland angepasst.
Mit der Zeit fiel mir auf, dass ich beim gemeinsamen Kochen und Essen mit Freund:innen und Kolleg:innen eine Art politische Bildung über den Libanon leiste. So entstand die Idee, meine Küche für alle zu öffnen.
Warum Lebanese Cooking Days ein politisches Projekt ist?
Vielfalt, Nachhaltigkeit und Resilienz kann man aus der Küche ganz gut lernen.
Vielfalt: Die Esskultur meiner Heimat weist viele Gemeinsamkeiten mit anderen Küchen auf – von Griechenland bis Indien. Sie spiegelt die landschaftliche und kulturelle Vielfalt des Landes wider: eine Küste, zwei hohe Gebirge und dazwischen eine Hochebene. Die Bevölkerung setzt sich aus unterschiedlichen Ethnien und Religionen zusammen und ist geprägt von Einflüssen vieler Kulturen – von den Phöniziern und Römern bis zu den Arabern.
Nachhaltigkeit: Die libanesische Küche bietet eine Fülle an gesunden veganen und vegetarischen Gerichten, frischen Zutaten und gesundheitsfördernden Gewürzen. Libanesisch kochen heißt: wenig Fleisch, viel Gemüse, aromatische Kräuter – und kleine Teller, die man in großer Runde mit Familie und Freunden teilt und genießt.
Resilienz: Mit Lebanese Cooking Days möchte ich die Menschen in meiner Heimat in ihrer Resilienz stärken. Das Land hat in den letzten Jahren zahlreiche Krisen überstanden: Krieg, eine wirtschaftliche Krise und den Exodus der Elite. Indem ich mit libanesischen Produkten koche, unterstütze ich kleine Unternehmen vor Ort, damit die Mutigen bleiben und ihre Zukunft im Land gestalten können.
Die wirtschaftliche und politische Lage im Libanon ist schwierig, aber nicht kompliziert. Mehr dazu erfährst du auf dieser Seite.
Seit über 35 jahren geparkt.
Die Infrastruktur des Landes ist 35 Jahre nach Kriegsende immer noch schwach.
Reich und Arm Kontrast.
Die schwerste Wirtschaftskrise der libanesischen Geschichte vertieft die Kluft zwischen Arm und Reich.
Frieden ist alles was Beirut braucht.
Beiruts Zentrum: Nach dem Krieg wieder aufgebaut, wirkt es heute nach so vielen Krisen wie ein Geisterstaat.
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in den Libanon
